Verlauf, Ergebnisse und Ausblick zum

Workshop des Bundesnetzwerkes „Schule für alle“

am 05.04.2017 in Frankfurt a. M., Tagungshaus hoffmanns höfe, 10:30 – 17:00 Uhr Teilnehmer/-innen

Anwesend waren 34 engagierte Personen aus ganz Deutschland. Sie kamen aus den Bereichen: Schule/Schulverwaltung, (Jugend)Sozialarbeit, Wissenschaft, Zivilgesellschaft/Ehrenamt, Schülervertretung, Elternvertretung, Netzwerkarbeit).

Stand des Projektes und erreichte Meilensteine

  • Das Projekt „Schule für alle“ wird bis Mitte 2019 auf Bundesebene und in drei Modellregionen finanziert. Es soll rechtzeitig geplant werden, wie die begonnene Arbeit in dauerhafte Strukturen übergeführt wird.
  • Drei Netzwerktreffen fanden bisher statt: am 30.09.2015, 14.04.2016 und 20.10.2016.
  • Aktuelle Form des Bundesnetzwerkes: ein offener Zusammenschluss aus engagierten Einzelpersonen („Netzwerk aus Köpfen“), ein Verteiler von 220 interessierten Personen, davon haben sich bisher 61 aktiv an Netzwerktreffen oder Arbeitsgruppen beteiligt.
  • Alle Vorhaben sind willkommen, die im Sinne der Leitlinien des Bundesnetzwerkes sind. Die Anwesenden des Workshops sind Impulsgeber/-innen. Ihre Ideen werden im Anschluss in freiwilligen Arbeitsgruppen weiterbearbeitet.
  • Bisher erreicht wurden: Erstellung von Leitlinien für das Bundesnetzwerk und 10 Mindestkriterien für eine inklusive Schule/Schulgemeinde, Eröffnung der Webseite www.schule-fuer-alle.com mit laufenden Beiträgen, Aufruf zu Aktionen für die „Schule für alle“ im eigenen Einflussbereich und gegenseitige Unterstützung, Erarbeitung einer Gliederung für ein Empfehlungs- und Forderungspapier „Aus- und Fortbildungskonzepte für multiprofessionelle Schulteams“.

In einem Kurzbeitrag wurde die Notwendigkeit einer „Schule für alle“ aus Sicht der (Hoch)Begabten-förderung begründet. Diese Ausführungen sollen als Argumentationshilfe auf der Webseite des Bundesnetzwerkes unter „Aktivitäten-Argumente“ eingestellt werden.

 

Aktionen für eine „Schule für alle“ im eigenen Einflussbereich

Zwei Aktionen aus Hamburg bzw. Berlin wurden beispielhaft vorgestellt:

  • „Schutzschirm Sozialer Frieden – Eine Schule für alle Kinder“. Mit einem weißen Schirm wird symbolisch in öffentlichkeitswirksamen Aktionen für ein bundesweites Bündnis für „Eine Schule für alle Kinder“ geworben.
  • Online-Aktion „222 Tage Lärm gegen marode Schulen“, in der um Beteiligung und Unterstützung in Form von Beiträgen gebeten wird.

Weitere Ideen wurden gemeinsam überlegt, z.B. die Organisation eines Flashmobs. Alle Ideen und Aktionen werden auf der Webseite des Bundesnetzwerkes veröffentlicht, um eine Beteiligung und Unterstützung zu ermöglichen.

 

Empfehlungen für die Aus- und Fortbildung von multiprofessionellen Schulteams

Eine Gliederung für ein Empfehlungs- und Forderungspapier wurde vorgestellt. Es enthält die Punkte: Welches sind die notwendigen Kompetenzen? Welche Kompetenzen werden in der Fachliteratur als notwendig beschrieben? Lassen sich die in der Fachliteratur beschriebenen Kompetenzen in Fortbildungen zum Thema „Inklusion“ wiederfinden? Welches sind unsere Forderungen? Mit einer AG aus 10 Freiwilligen sollen einzelne Passagen mit geteilter Verantwortung aufgefüllt werden. Die Verbreitung des Papiers wird anschließend gemeinsam durchgeführt.

 

Projekt „Schule für alle“ in drei Modellregionen

Drei regionale Koordinierungsstellen haben ihre Arbeit aufgenommen: IN VIA in Quakenbrück im Oktober 2016, IN VIA in Freiburg im Januar 2017 und der Caritasverband in Essen im März 2017. Das Grundkonzept wurde durch die Projektleitung vorgestellt. Anschließend wurden die regionalspezifischen Herangehensweisen aus Sicht der wissenschaftlichen Begleitung verglichen. Die regionale Projektkoordinator/-innen knüpften in diesem Workshop Kontakte zu anderen aktiven Akteur/-innen in ihrer Modellregion.

 

Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit

Das von der Aktion Mensch Stiftung geförderte Projekt „Schule für alle“ in den Modellregionen beinhaltet das Ziel und die finanzielle Möglichkeit, bis Mitte 2019 Zeit gemeinsam weitreichende Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Einführend werden Kriterien für erfolgreiche Aktionen/Kampagnen vorgestellt und ein beispielhafter Videoclip vorgeführt.

In Gruppen erstellten die Teilnehmer/-innen Collagen. Die Aufgabe war eine Botschaft oder Forderung zu verkünden, wahlweise zur Aus- und Fortbildung von Lehrer/-innen, zur „Schule für alle“ an die Adresse von Schüler/-innen oder „zur Schule für alle“ an die Adresse von Politik und Verwaltung.

Mit dieser Methode wurden über Bilder und Texte kreative und emotionale Werbeideen gesammelt. Es schloss sich ein Austausch über Möglichkeiten der Verbreitung an in verschiedenen Medien. Mit diesen Anregungen will IN VIA Deutschland zusammen mit den Akteur/-innen der Modellregionen und weiteren Freiwilligen aus dem Netzwerk eine bundesweite Öffentlichkeitsarbeit oder Kampagne koordinieren.

 

Engagement im Netzwerk

Abgegeben wurden persönliche Erklärungen „Ich engagiere mich für eine „Schule für alle“, weil…“ Sie werden auf die Webseite des Bundesnetzwerkes gestellt. Nach dem Motto: „eine Stunde meiner Zeit…“ erklärten die Teilnehmenden außerdem, mit welchem Zeiteinsatz und zu welcher Aktion sie sich im Netzwerk einsetzen wollen. Jede/r nannte mindestens eine Person, mit der sie/er nach dem Workshop in Kontakt treten will. Ausblick

Die positiven Rückmeldungen bestätigen, dass der Workshop des Bundesnetzwerkes motivierend, inspirierend und kontaktfördernd wirkte. Über die Webseite und unter Koordinierung durch IN VIA Deutschland werden die begonnenen Aktionen nach dem Workshop weitergeführt.

 

Freiburg, 15.04.2017 Gisela Braun Projektleitung „Schule für alle“, IN VIA Deutschland e. V.