Verlauf, Ergebnisse und Ausblick zum Workshop des Bundesnetzwerkes „Schule für alle“
am 20.09.2017 in Frankfurt a. M., Tagungshaus hoffmanns höfe, 10:30 – 16:30 Uhr

 

Teilnehmer*innen

Anwesend waren 28 engagierte Personen aus ganz Deutschland. Sie kamen aus den Bereichen: Schule/Schulverwaltung, (Jugend)Sozialarbeit, Wissenschaft, Zivilgesellschaft/ Ehrenamt (Schülervertretung, Elternvertretung, Netzwerkarbeit).

Stand des Projektes und erreichte Meilensteine

  • Dies ist bereits das fünfte Netzwerktreffen. Die Treffen finden seit Herbst 2015 halbjährlich mit kontinuierlichem Engagement statt.
  • Aktuelle Form des Bundesnetzwerkes: ein offener Zusammenschluss aus engagierten Einzelpersonen („Netzwerk aus Köpfen“), ein Verteiler von aktuell 240 interessierten Personen, davon haben sich bisher 70 aktiv an Netzwerktreffen oder Arbeitsgruppen beteiligt.
  • Alle Vorhaben sind willkommen, die im Sinne der Leitlinien des Bundesnetzwerkes sind und gegen die keine schwerwiegenden und begründeten Einwände erhoben werden.
  • In den drei Modellregionen wurden seit Beginn des Jahres aktivierende Gespräche geführt, um regionale Netzwerke zu bilden. Zu den ersten regionalen Netzwerktreffen wurde im Herbst eingeladen. Die regionale Projektumsetzung wird bis Mitte 2019 von der Aktion Mensch Stiftung gefördert.
  • Aktuelle Aktivitäten sind: Aufstellung von Empfehlungen für die inklusive Aus- und Fortbildung, Vorbereitung von Aktionen am Internationalen Tag der Kinderrechte am 20.11.17, Anschreiben und Gewinnen von Prominente sowie Aufstellung von Forderungen für die Bundesebene.

Eine Studentin der Medical School Hamburg wird das das Thema „Empfehlungen für die Aus- und Fortbildung in einer inklusiven Schule in multiprofessionellen Teams“ im nächsten Jahr in einer Bachelorarbeit in enger Verbindung von Praxis und Theorie aufgreifen. Wir wollen die Studentin mit unserem Fachwissen unterstützen und den politischen Bezug herstellen. Die sich daraus ergebenden Empfehlungen und Forderungen sollen nachdrücklich in die zuständigen Institutionen weitergetragen werden. In einem weiteren Schritt ist die Entwicklung eines Fortbildungskonzeptes oder einer Fortbildungsreihe denkbar, in dem die für Inklusion notwendigen Kompetenzen Beachtung finden.

 

Statements zum eigenen Engagement

Um das Netzwerk sichtbarer zu machen und die Bandbreite an Unterstützung zu zeigen, wurden die Teilnehmer*innen gebeten, ein Statement dazu abzugeben, warum sie sich für eine Schule für alle engagieren. Diese werden auf der Webseite veröffentlicht.

 

Werkstattphase I und II:

Aktionen am Internationalen Tag der Kinderrechte für das Recht auf inklusive Bildung am 20.11.2017

Fest geplant sind zwei Flashmobs in Hamburg (Rathausmarkt) und in Freiburg (Platz der Alten Synagoge, vor der Universitätsbibliothek) um 16:30 Uhr, um auf eine „Schule für alle“ aufmerksam zu machen. Begleitend und im Nachgang soll mit Pressemeldungen, Flyern, Infoständen etc. über das Thema informiert werden.

Um noch möglichst viele andere Akteur*innen zu motivieren, auch in ihren Städten zur gleichen Uhrzeit einen Flashmob zu organisieren, erstellten die Teilnehmer*innen in der ersten Werkstattphase einen Aktionsleitfaden.

 

In der zweiten Werkstattphase machten sich die Teilnehmer*innen Gedanken, welche einprägsamen Forderungen aus persönlicher Sicht von Schüler*innen, von Eltern und von Lehrer*innen formuliert werden können. Sie stellten sich für Fotos auf, die Anregungen für den Druck von geplanten Bildpostkarten geben.

Vergrößerung des Netzwerkes und Ausweitung der Aktivitäten

Die Teilnehmer*innen interviewten sich gegenseitig zu ihren weiteren Vorhaben und Träumen sowie geplanten Kontaktaufnahmen zu anderen Engagierten.

Gesammelt wurden Vorschläge für Prominente als Unterstützer*innen für das Bundesnetzwerk. Diese sollen mit einem kurzen persönlichen Brief angeschrieben werden. Ein Beispielbrief wurde ausgelegt und ist bei der Projektleitung erhältlich.

Geplant ist, in einer Arbeitsgruppe fachkundiger Personen knappe und konkrete Forderungen speziell für die Bundespolitik aufzustellen. Diese Forderungen sollten über die verbandlichen Wege von IN VIA Deutschland und anderen einflussreichen Verbänden an politische Entscheidungsträger herangetragen und in entscheidende Gremien eingebracht werden.

Für nächstes Jahr wird die Idee angekündigt, bei einer Filmhochschule einen Kurzfilm bzw. Videoclip über ein soziales Experiment zu unserem Thema in Auftrag zu geben. Ein Beispiel ist der der Clip der Aktion Mensch Stiftung „Das erste Mal“.

Ausblick

Die Teilnehmer*innen berichteten über eine motivierende, inspirierende und verbindende Wirkung des Workshops. Es zeigte sich erneut, dass quer durch die Berufe und Generationen konkrete Ergebnisse erarbeitet werden können (z. B der Aktionsleitfaden für den Flashmob). Zwischen den Teilnehmer*innen wurden neue Kontakte geknüpft und Verabredungen für weitere Aktivitäten in den Regionen getroffen.

Freiburg, 26.09.2017
Gisela Braun
Projektleiterin „Schule für alle“ IN VIA Deutschland e. V.